All posts in Medienbildung

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Frühe Medienbildung

Anfang Mai startet mein Seminar zur “Frühen Medienbildung” im Rahmen der Wissenschaftlichen Weiterbildung „Soziale Medienbildung“ am FB Sozialwesen der Hochschule Fulda. Die Weiterbildung ist im letzten Jahr gestartet Continue Reading

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Digital Citizenship starts in kindergarten: Tweeting and blogging with 5- and 6-year olds

Die deutsche Version des Beitrages gibt es hier als PDF

In the U.S. blog Teach.com I stumbled across a blog post by Sharon E. Davison from Vermont. She talks about her experiences with social media and blogging in kindergarten. Twitter and Facebook in kindergarten? Continue Reading

Handy

Medienkindheit: Zwischen Verfallspanorama und Entwicklungsperspektive

In dieser Woche bin ich mit meinem Blog-Beitrag zu Gast auf “Soziale Medienbildung”, der virtuellen Heimat der Medienpädagogik am Fachbereich Sozialwesen und der Weiterbildung meiner Hochschule. Mein Beitrag befasst sich mit der widersprüchlichen Wahrnehmung von Mediennutzung in der Kindheit: Immer wieder wird nahezu dramatisch auf den mit Medien verbundenen gesellschaftlichen Verfall verwiesen. Müssen PädagogInnen Kinder nicht vor der Bedrohung durch Medienwelten bewahren? Doch andererseits bieten Medien auch große Potenziale für die Entwicklung von Kindern. Welche dies sind, lesen Sie hier.

Minecraft

Minecraft und andere Lebenselixiere

Kinder und Medien sind ein „heißes Eisen.“ Erst zuletzt in einer Diskussion mit Studierenden über die Frage, was eine gute Kindheit ausmacht, werden die Bildschirmmedien als Bedrohung eines entwicklungsförderlichen, glücklichen und  gelingenden Aufwachsens gesehen.  Und nicht nur unter PädagogInnen weckt der Mediengebrauch von Kindern und Jugendlichen kritische Stimmen, die oft nahezu alarmistisch klingen (siehe dazu etwa „Digitale Demenz“ des Hirnforschers Manfred Spitzer).

Eine neue Perspektive auf das Thema bietet der Kulturwissenschaftler Robert Pfaller: Im gleichnamigen Buch beschreibt er die Bedeutung „Zweiter Welten“.  Continue Reading

Apple statt Äpfel – Kindheit als Medienkindheit

Die gewachsene und weiter wachsende Bedeutung von Medien im Leben von Kindern erfüllt viele Erwachsene und gerade auch PädagogInnen mit gemischten Gefühlen. Jedoch wäre es verkürzt, diese Entwicklung nur als Ergebnis des technischen Fortschritts zu sehen. Dass Kindheit heute auch Medienkindheit ist, ist Teil eines umfangreicheren Wandlungsprozesses, in dem die Mediennutzug von Kindern ihren Teil hat. Wichtige Faktoren dieses Wandels sind:

  • Begrenzung der Spiel- und Freizeitwelt
  • Pädagogisierung und Expertisierung
  • Förder- und Bildungsorientierung
  • Toleranz und Kindorientierung als Erziehungsnormen
  • Wachsende Anforderungen an die Work-Life-Balance

Im aktuellen Themenheft (6/2012) der Zeitschrift für Tagesmütter und -väter “ZeT” geht es um “Kindheit gestern – heute – morgen.”  Meinen Beitrag zur Medienkindheit (S. 15-17) schließe ich mit der Perspektive, die Medienkompetenz von Kindern zu stärken: “Aus pädagogischer Sicht kann ein resigniertes Hinnehmen dieser Veränderungen ebenso wenig die Lösung sein wie der Versuch, sich komplett gegen Medienangebote abzuschotten. Ziel sollte es vielmehr sein, Kinder dabei zu unterstützen, selbstbewusste und kritische Nutzer von Medien zu werden. Nur wer mit Medien kompetent umgehen kann, ist auch in der Lage, sie als Werkzeuge der persönlichen Entwicklung und Entfaltung zu nutzen – und manchmal auch einfach nur die „Off“-Taste zu drücken.” (S. 17).

Medienbildung

Nun ist meine Artikelserie zum Thema “Medienbildung in der Kita” in der Zeitschrift klein&groß abgeschlossen (Hefte 1, 2+3, 4, 5 in 2012). Der Zugang zum Thema erfolgt in diesen Beiträgen einmal nicht über die verschiedenen Medienarten (z.B. Fernsehen, Fotografie, Buch, Computer…), sondern über Strategien der medienpädagogischen Arbeit mit Kindern in Kindertageseinrichtungen:

  1. Gespräch über Medien und Medienerfahrungen
  2. Produktive Arbeit mit Medien
  3. Nutzung und Ausprobieren von Medienangeboten
  4. Kritische Beurteilung von Medien

Dieser Zugang macht Medien als integralen Bestandteil der Bildungsarbeit in Kindertagseinrichtungen sichtbar – und nicht als vom Alltag losgelöste Vorhaben. Medienpädagogik bedeutet eben nicht nur, den Kindern ab und zu ein altersgerechtes Computerspiel in der Computerecke anzubieten, sondern auch mit Kindern ins Gespräch zu kommen über ihre Medien und sie dabei zu unterstützen, sich Medien als Werkzeuge wie Hammer und Buntstift zu eigen zu machen. Medienpädagogik bedeutet aber auch, die Neugier der Kinder auf Medienprodukte als etwas Positives willkommen zu heißen und ihnen den Spaß daran nicht zu verderben.