Archive for April, 2013

Nichtnormalo

Immer weniger „Normale“: Wie Messen und Testen dazu führt, dass es immer mehr Kranke gibt

Wie in anderen Feldern von Bildung und Sozialem gibt es auch in der Frühpädagogik immer mehr Instrumente, um die Wirklichkeit zu messen und zu testen: Der Entwicklungsstand von Kindern, die Qualität einer Einrichtung oder die Wirksamkeit eines Programms werden geprüft und evaluiert. Diese Entwicklung ist wichtig und trägt zu einer Professionalisierung der Arbeit von Pädagoginnen und Pädagogen maßgeblich bei. Durch das systematische Erfassen der Entwicklung von Kindern kann eine optimale Förderung gewährleistet werden, durch die Anwendung von Qualitätsindikatoren eine hochwertige pädagogische Arbeit sichergestellt durch die Evaluation pädagogischer Programme kann fundiert entschieden werden, wo zukünftig investiert wird und wo eher nicht. Continue Reading

Handy

Medienkindheit: Zwischen Verfallspanorama und Entwicklungsperspektive

In dieser Woche bin ich mit meinem Blog-Beitrag zu Gast auf “Soziale Medienbildung”, der virtuellen Heimat der Medienpädagogik am Fachbereich Sozialwesen und der Weiterbildung meiner Hochschule. Mein Beitrag befasst sich mit der widersprüchlichen Wahrnehmung von Mediennutzung in der Kindheit: Immer wieder wird nahezu dramatisch auf den mit Medien verbundenen gesellschaftlichen Verfall verwiesen. Müssen PädagogInnen Kinder nicht vor der Bedrohung durch Medienwelten bewahren? Doch andererseits bieten Medien auch große Potenziale für die Entwicklung von Kindern. Welche dies sind, lesen Sie hier.

Unglückliche Kinder? Die neue UNICEF Kinderstudie

Die Situation von Kindern und Jugendlichen war in der vergangenen Woche ein wichtiges Thema in den Medien. Dank der neuen UNICEF-Studie zur Lage der Kinder, befassten sich zahlreiche Beiträge mit der Perspektive von Kindern und der Frage, wie man diese verbessern könne. Für alle, die sich tagtäglich mit den Rahmenbedingungen des Aufwachsens von Kindern befassen eine positive Entwicklung. Eigentlich. Denn die Argumentation, die die Berichterstattung nahm, gibt zu denken.So titelte die BILD Zeitung: „Unsere Kinder werden immer unglücklicher“. Und auch die ZEIT schreibt: „Unglücklich trotz besserem Leben.”  Continue Reading

Minecraft

Minecraft und andere Lebenselixiere

Kinder und Medien sind ein „heißes Eisen.“ Erst zuletzt in einer Diskussion mit Studierenden über die Frage, was eine gute Kindheit ausmacht, werden die Bildschirmmedien als Bedrohung eines entwicklungsförderlichen, glücklichen und  gelingenden Aufwachsens gesehen.  Und nicht nur unter PädagogInnen weckt der Mediengebrauch von Kindern und Jugendlichen kritische Stimmen, die oft nahezu alarmistisch klingen (siehe dazu etwa „Digitale Demenz“ des Hirnforschers Manfred Spitzer).

Eine neue Perspektive auf das Thema bietet der Kulturwissenschaftler Robert Pfaller: Im gleichnamigen Buch beschreibt er die Bedeutung „Zweiter Welten“.  Continue Reading