Apple statt Äpfel – Kindheit als Medienkindheit

Die gewachsene und weiter wachsende Bedeutung von Medien im Leben von Kindern erfüllt viele Erwachsene und gerade auch PädagogInnen mit gemischten Gefühlen. Jedoch wäre es verkürzt, diese Entwicklung nur als Ergebnis des technischen Fortschritts zu sehen. Dass Kindheit heute auch Medienkindheit ist, ist Teil eines umfangreicheren Wandlungsprozesses, in dem die Mediennutzug von Kindern ihren Teil hat. Wichtige Faktoren dieses Wandels sind:

  • Begrenzung der Spiel- und Freizeitwelt
  • Pädagogisierung und Expertisierung
  • Förder- und Bildungsorientierung
  • Toleranz und Kindorientierung als Erziehungsnormen
  • Wachsende Anforderungen an die Work-Life-Balance

Im aktuellen Themenheft (6/2012) der Zeitschrift für Tagesmütter und -väter “ZeT” geht es um “Kindheit gestern – heute – morgen.”  Meinen Beitrag zur Medienkindheit (S. 15-17) schließe ich mit der Perspektive, die Medienkompetenz von Kindern zu stärken: “Aus pädagogischer Sicht kann ein resigniertes Hinnehmen dieser Veränderungen ebenso wenig die Lösung sein wie der Versuch, sich komplett gegen Medienangebote abzuschotten. Ziel sollte es vielmehr sein, Kinder dabei zu unterstützen, selbstbewusste und kritische Nutzer von Medien zu werden. Nur wer mit Medien kompetent umgehen kann, ist auch in der Lage, sie als Werkzeuge der persönlichen Entwicklung und Entfaltung zu nutzen – und manchmal auch einfach nur die „Off“-Taste zu drücken.” (S. 17).

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